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Der Windpark im Erdfeld
Schützenvereinsjubiläum 2008
Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Walter Schmidt
 


Der Wettbewerb ist zwar inzwischen längst vorbei, aber die Aussagen über Wenkheim sind immer noch richtig und aussagekräftig.

Sieger im Landeswettbewerb wurde Nassig



Wenkheim, ein tauberfränkisches Dorf im Welzbachtal, zählt rund 800 Einwohner. Im Jahr 2000 konnte in Wenkheim die 850-Jahr-Feier begangen werden. Dieses Fest war für die Einwohnerschaft eine große Herausforderung, die von den Bürgerinnen und Bürgern in großartiger Weise angenommen wurde. Mit vorbildlichem Engagement trugen die Bewohnerinnen und Bewohner zum Gelingen des Ereignisses bei. Doch dieses einmalige Fest war nicht der Schlussstrich aller Bemühungen im Ort, - im Gegenteil - , der Elan, mit welchem die Feier vor fünf Jahren in Angriff genommen wurde, ist längst noch nicht verflogen, und dieser Schwung wurde genutzt.

Mit Unterstützung einer externen Beratung wurde 2002 ein Dorfentwicklungskonzept erstellt, das Schwerpunkte und Leitlinien für die zukünftige Entwicklung aufzeigt. Nach außen präsentierte sich Wenkheim im Jahr 2002 durch die erfolgreiche Teilnahme beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – unser Dorf hat Zukunft“. Das vorliegende Wettbewerbskonzept 2005 dokumentiert insbesondere die Entwicklungen der vergangenen drei Jahre und zeigt auf, wie die dörfliche Entwicklung in den nächsten Jahren weiter gefördert werden kann. Mit der Teilnahme am 22. Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft“ blickt Wenkheim nach vorn, damit das Wohnen in Wenkheim auch zur 900-Jahr-Feier noch lebens- und liebenswert ist.




Der Weiterentwicklung des Dorfes stand lange Zeit ein herausragendes Problem entgegen: Eine veraltete und unzureichende Wasserversorgung aus dem Jahre 1921 sowie eine fehlende moderne Abwasserentsorgung. Nur in einer Verbundlösung mit der Gesamtgemeinde konnte hier Abhilfe geschaffen werden. Aus diesem Grund war seinerzeit auch die Aufnahme in das Programm „Dorferneuerung“ nicht möglich. Um die Bausubstanz im Ortskern zu erhalten und zu erweitern, war das Dorf deshalb stets auf das Engagement und den Investitionswillen der Einwohner angewiesen.

 

Anfang der 90er Jahre begann die Gemeinde Werbach schrittweise mit der grundlegenden Behebung der Defizite im Wasser- und Abwasserbereich. Bedingt durch die topographische Lage, kam Wenkheim dabei zuletzt an die Reihe. Die Erneuerung der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung begann 1996. Die umfangreichen Bauarbeiten konnten im Jahre 2000 abgeschlossen werden. Im gesamten Ortskern wurden in diesem Zusammenhang Verkehrsflächen und Plätze neu gestaltet bzw. neu geschaffen, und es erfolgten zahlreiche Begrünungsmaßnahmen mit großer Unterstützung der Anwohnerinnen und Anwohner.

 

Mit dem Hauptziel der Neubelebung und Erhaltung des Ortskerns wurde im Jahr 2002 mit der Landsiedlung Baden-Württemberg ein Dorfentwicklungskonzept erstellt.


Früher war Wenkheim ein vorwiegend landwirtschaftlich geprägtes Dorf. Die Bedeutung der Landwirtschaft nahm in den vergangenen Jahren jedoch kontinuierlich ab, was sich u.a. in der zunehmenden Zahl ungenutzter Gebäude im Ortskern zeigt. Es ist daher ein erklärtes Ziel, die vorhandene Gebäudesubstanz nicht nur zu erhalten, sondern auch eine Neubelebung in Gang zu bringen. Das Dorfentwicklungskonzept trägt mittlerweile Früchte: Zwei Scheunen wurden in Wohngebäude umgenutzt. Im Ortskern erwarb die Gemeinde nicht mehr sanierungsfähige Altgebäude, die mit Unterstützung durch das „Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum“ abgerissen wurden. Es entstanden drei neue Bauplätze im Ortskern.  Durch private Maßnahmen entstanden zwei weitere neue Bauplätze. Zwei junge Familien mit Kindern haben ihre Häuser bereits fertiggestellt, ein Haus ist im Ausbau und bei zwei weiteren wurde mit dem Bau begonnen. Die Gemeinde ist mit weiteren Grundstückseigentümern wegen einer Neunutzung ihrer Anwesen im Gespräch. Im Neubaugebiet wurden vorhandene  Baulücken geschlossen.

 

Die evangelische und die katholische Kirche wurden beide in den letzten Jahren renoviert. Auch das denkmalgeschützte ehemalige Pfarrhaus der ev. Kirche konnte umfassend renoviert und von einer jungen Familie bezogen werden und ist damit ein besonders gelungenes Beispiel, wie leerstehende alte Gebäude wieder mit Leben erfüllt werden können und nebenbei noch zur Dorfverschönerung beitragen können.

 

Ein Pluspunkt für den Zuzug neuer Einwohner ist zweifelsohne auch das in Wenkheim ansässige Gewerbe. Mit seinen Angeboten und Erzeugnissen zieht es auch die Bewohner der umliegenden Dörfer an und überschreitet somit das gewohnte Angebotsausmaß eines Dorfes.  Neuinvestitionen der Firmen „Geflügelspezialitäten Seubert“ und „Landmaschinen Schmidt“ sichern Arbeits- und Ausbildungsplätze in unserem Dorf.  Zahlreiche Solaranlagen zur Stromerzeugung und Warmwasserbereitung wurden in den letzten Jahren installiert. Im Gewann Erdfeld ist der Bau eines Windparks projektiert. Die damit verbundenen Ausgleichsmaßnahmen (städtebaulicher Vertrag) sollen in die dörfliche Entwicklung investiert werden (siehe Punkt 4 und 5).

 

 

Durch gut ausgebaute Land- und Kreisstraßen ist Wenkheim sowohl mit der Kreisstadt Tauberbischofsheim (ca. 12 Min.) als auch mit der nächstgelegenen Großstadt Würzburg (ca. 20 Min.) verkehrstechnisch gut verbunden, was den zahlreichen Pendlern im Ort zugute kommt. Zu beiden Städten bestehen gute ÖPNV Anbindungen.

 

Wenkheim hat einen Kindergarten und eine Grundschule, die vor kurzem erweitert und modernisiert wurde. Die Umgestaltung des Schulhofs wurde mit viel ehrenamtlichem Engagement in den letzten drei Jahren begonnen. Besonders ins Auge fallen dabei das „Atrium“ und die in Eigenarbeit gebauten Sitzgruppen. Für die nächsten Jahre geplant ist eine Erneuerung des Belages, bei der auch eine Auflockerung und weitere Bepflanzung der Schulhoffläche vorgesehen ist. Die Turnhalle steht für Schul und Vereinssport und größere Veranstaltungen zur Verfügung. Neben dem Schulgelände liegt ein eingezäunter Sportplatz, der sowohl von der Schule als auch für andere sportliche Dorfaktivitäten genutzt wird. Ein weitere Platz für Fußballtrainingsstunden liegt etwas außerhalb des Dorfkernes. Das familienfreundliche Welzbachbad, ein beheizbares Freibad mit Liegewiese unter Apfelbäumen, wird nicht nur von den Wenkheimern  intensiv genutzt. Es ist auch für die umliegenden Gemeinden ein sommerlicher Anziehungspunkt. Durch das große ehrenamtliche Engagement und eine hohe Spendenbereitschaft der Bürger konnten die Betriebskosten gesenkt und somit der Erhalt des Bades langfristig gesichert und die Gemeinde von umfangreichen Kosten entlastet werden. Ein langfristig tragfähiges Erneuerungskonzept für das Welzbachbad ist in Beratung.

 

Wenkheim liegt am Radweg „Romantische Straße“ (D9).  Im Jahr 2005 wurde ein Radweg-Infosystem in Wenkheim installiert, das durch den Ortschaftsrat in Zusammenarbeit mit einem Designerbüro erarbeitet wurde. Dadurch können die Radtouristen gezielter auf Wenkheimer Angebote aufmerksam gemacht werden.  Im ehemaligen Buswartehäuschen fand eine Dorfinfostation für Gäste Platz. Die renovierte ehemalige Wenkheimer Synagoge und der gepflegte alte jüdische Waldfriedhof sind das Ziel vieler Schulklassen, Seniorengruppen und weiterer Besuchergruppen aus der näheren und ferneren Umgebung. Im Jahr 2004 wurde die Renovierung der Mikwe (rituelles Frauenbad) im Keller der Synagoge abgeschlossen.

 

Weitere Dorfattraktionen sind die Plätze am Dorfbrunnen und am Denkmal sowie der etwas außerhalb gelegene Waldspielplatz. Hier finden die jährlich wiederkehrenden Dorffeste statt. Auf die Gestaltung der Plätze wurde großer Wert gelegt, weil sie die Begegnungen fördern sollen. Sie wurden einbezogen in das einheitliche Gesamtbild des Dorfes, in welchem z. B. schon beim Ausbau der Ortsdurchfahrt im Jahre 1989 Wert darauf gelegt wurde, die Fahrbahnbegrenzungen und die Entwässerung mit dorftypischen Rinnen zu versehen.

 

Das 2002 erstellte Struktur- und Entwicklungskonzept hatte viele positive Auswirkungen. Insbesondere die damit verbundene kostenlose Beratungsmöglichkeit für die Eigentümer älterer Gebäude wird von den Bürgern angenommen und hat schon zu zahlreichen baulichen Veränderungen und sinnvollen Renovierungsmaßnahmen geführt. Ein wichtiges Ziel bleibt es, allen Bürgern die Notwendigkeit einer dorfbildgerechten Gestaltung ihrer Anwesen zu verdeutlichen. So sollten vereinzelt leider vorhandenen Missgriffe z.B. bei der Farbgestaltung künftig möglichst verhindert werden. 

 

Das Struktur- und Entwicklungskonzept und die Teilnahme am 22. Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“ sind als Entwicklungsschritte für Wenkheim zu verstehen. Es ist unser Ziel, weitere Neubürger für unser Dorf zu gewinnen und damit einer drohenden Überalterung der Einwohnerschaft sowie dem meist damit verbundenen Verfall der Gebäude im Ortskern entgegenzuwirken.


Wenkheim hat rund 800 Einwohner. Das kirchliche Leben beider großen Konfessionen spielt in unserem Dorf eine große Rolle. Kirchliche Angebote für Kinder, Jugendliche und Senioren gehören zum festen Programm im Dorf. Ökumenische Veranstaltungen werden stets äußerst gut besucht. Der Ortschaftsrat beteiligt sich ebenfalls an der Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens im Dorf. Er organisiert jährlich in Zusammenarbeit mit den Vereinen einen Seniorennachmittag und das Kinderferienprogramm sowie das sommerliche Waldfest mit ökumenischem Gottesdienst und den Sektempfang am Dorfbrunnen zum Jahreswechsel. Eine weitere Hauptsäule des sozialen Miteinanders im Dorf bildet das rege Vereinsleben. 11 verschiedene Vereine  - daneben noch weitere Interessensgruppen - zählt das Dorf im Welzbachtal ( siehe beigefügter Anhang „Vereinsleben in Wenkheim“).

 

Nachbarschaftliche Hilfe und ehrenamtliches Engagement wird groß geschrieben.  So pflasterten aktive Rentner des Dorfes ehrenamtlich die Friedhofswege neu.


Die Vereine sorgen in Eigenregie für diverse Dorffeste wie z. B. das jährliche Straßenfest, das Fischerstechen zur Schwimmbadsaisoneröffnung, das Waldfest, das Gerümpelturnier, das Hofschoppenfest und das Erntedankfest, dessen Reinerlös jedes Jahr vom Obst- und Gartenbauverein einem brasilianischen Kinderdorf gespendet wird.

 

Die Wenkheimer Synagoge ist nicht nur eine Sehenswürdigkeit, die von vielen auswärtigen Gruppen als Ausflugsziel genutzt wird, wobei diverse Wenkheimer Bürger ehrenamtliche Führungen organisieren, sondern sie wird auch für Konzerte, Lesungen oder Vorträge genutzt.

 

Der kleine Malkreis „Wenkheimer Frauen“ stellt ab und zu aus, zuletzt in einer Galerie in Lauda und trägt damit dazu bei, dass ein Stück Wenkheimer Kulturleben auch über das Welzbachtal hinaus Wirkung zeigt.


Wenkheim liegt im fränkischen Teil Baden-Württembergs, und typische fränkische Straßenräume und Gebäudegruppierungen – geprägt von der Landwirtschaft und handwerklichen Betrieben - blieben bis heute teilweise erhalten. Räumliche Nähe schaffte Vertrautheit und Geborgenheit unter den Bewohnern, aber der Strukturwandel in der Landwirtschaft und die zunehmende Verlagerung der handwerklichen Betriebe in Randlagen oder Städte zeigte auch in Wenkheim Spuren. Die neue Mobilität und das damit verbundene Verkehrsaufkommen haben das Ortsbild im Laufe der letzten Jahrzehnte stark verändert. Hinzu kamen neue Gewerbegebiete am Ortsrand und die Erweiterung des Dorfes durch Neubaugebiete.

 

Der beschriebene Strukturwandel führte zunächst zu einer Auflockerung der dichten Bebauung im alten Ortskern. Vereinzelt wurden nicht mehr genutzte Wirtschaftsgebäude abgerissen, Hof- und Gartenflächen konnten so vergrößert werden. Eine Umnutzung leerstehender Wirtschaftsgebäude fand bisher nur vereinzelt statt. Bedingt durch die zunehmende Zahl älterer Bürgerinnen und Bürger, ist ein Renovierungsstau spürbar, und die Zahl der in den kommenden 10 Jahren freiwerdenden Häuser wird steigen. In dieser Hinsicht wäre es von Belang, neue Nutzer für die alten Anwesen zu gewinnen, nicht um deren Abriss voranzutreiben, sondern um mit Renovierungsmaßnahmen eine Wiederbelebung im alten Ortskern zu erreichen. Die bereits dargestellten Entwicklungen sind ein erfreulicher Anfang, müssen jedoch unbedingt weitergeführt werden

 

Damit sind auch Chancen verbunden. Die abwechslungsreiche Raumwirkung alter Ortslagen bietet günstige Voraussetzungen für nachbarschaftliches Wohnen. Gerade für junge Familien mit Kindern kann dieses Leben mitten im Dorf eine interessante Alternative zum Wohnen in Städten sein. Wenn sich Interessenten finden, die gewillt sind, ein bestehendes Anwesen zu erwerben, sollten allerdings Regeln eingehalten werden, um die typische Dorfsituation nicht zu verwässern. Die Erhaltung der Grundform, der Dachform und der ursprünglichen Fassadenstruktur müsste gewährleistet sein. Auch sollte der historisch gewachsene Bezug auf benachbarte Gebäude spürbar bleiben. Durch die Realteilung sind die bebauten Grundstücke oft unförmig und recht klein zugeschnitten. Geringfügige Grenzänderungen könnten hier eventuell Abhilfe schaffen.

 

Trotz der Veränderungen ist Wenkheim in seiner wesentlichen Substanz erhalten geblieben. Historisch angelegte Straßenzüge (z.B. Lindenstraße, Obertorstraße, Hindenburgstraße) sind zum Großteil noch erhalten. Hin und wieder stören neue Gebäude die gewachsene Harmonie, ohne jedoch den Gesamteindruck wesentlich zu beeinträchtigen.

 

Der reiche Schatz an „öffentlichen Gebäuden“ trägt in Wenkheim zur Aufwertung des Ortsbildes bei. Gebäude wie die ehemalige Wenkheimer Synagoge und die beiden Kirchen in sehr unterschiedlichen Baustilen sind hier an erster Stelle zu nennen. Auch das katholische und das ehemalige evangelische Pfarrhaus werten das Gesamtgelände um die Kirchen und den Friedhof auf. Zusätzlich befindet sich auch das alte Schul- und Rathaus aus der Mitte des 19. Jahrhunderts auf dem gleichen Areal. Es schmückt das Ende der Schulzenstraße und trägt viel zum historischen Charakter des Geländes bei, der durch eine sehens- und erhaltenswerte Steinmauer um den Friedhof noch verstärkt wird. Ebenfalls im 19. Jahrhundert wurde der Kindergarten in der Obertorstraße gebaut, allerdings ist die Originalansicht des alten Gebäudes hinter einer Plattenwandverkleidung versteckt. Durch eine Änderung der Fassade käme das Gebäude sicherlich besser zur Geltung. Das gegenüber der Synagoge liegende Umspannhäuschen wurde nach Anregung durch die Bewertungskommission 2003 erfreulicherweise mit einem neuen Anstrich versehen.

 

Die 2001 durchgeführte Wegerneuerung auf dem Friedhof hat sich bewährt. Die neuen Trittplatten zwischen den Gräbern geben dem Friedhof ein einheitliches Erscheinungsbild. Die teilweise statisch gefährdete Friedhofsmauer soll mit Ausgleichsgeldern von den Betreibern des geplanten Windparks saniert werden.

 

Im privaten Bereich sind ebenfalls zahlreiche historische Gebäude ortsbildprägend. Meist stehen sie giebelständig zur Straße und passen sich dadurch harmonisch in das Gesamtbild ein. Renovierungen erfolgten in vielen Fällen behutsam ( z.B. Obertorstraße 5, Hindenburgstraße 14, Lindenstraße – Antiquitätengeschäft). Als besonderes Kleinod kann die ca. 800 m nordöstlich des Ortes gelegene „Seemühle“ betrachtet werden. Leider nagt an einigen Gebäuden der Zahn der Zeit. Manchmal sind deren Bewohner schon relativ alt, oft fehlt dann die nötige Motivation. Eine grundlegende Renovierung wird erst durch eine nachfolgende Nutzung erfolgen. In einigen Fällen sind die Gebäude nicht mehr zu retten. Die vordringlichste Aufgabe des Ortes bleibt es daher, dafür Sorge zu tragen, dass nicht noch mehr alte Gebäudesubstanz dem Zahn der Zeit zum Opfer fällt. Mittelfristig wird eine Grundstückneuordnung in einigen Bereichen des Ortskerns angestrebt.


Wenkheim ist am Ortseingang und Ortsausgang von Nutzgärten, Wiesen und Ackerflächen umgeben. Auch im Dorf selbst befinden sich Gartenland, Vorgärten und Grünflächen an vielen Häusern. Im Zuge der Straßenerneuerung nach Abschluss der Wasserver- und  -entsorgung pflanzte die Gemeinde im Einvernehmen mit den Anwohnern eine große Anzahl von Sträuchern, um mit der Begrünung eine optische Auflockerung der neu gestalteten Flächen zu erreichen. Die Pflege der Pflanzen haben die Anrainer übernommen.

 

In der Verantwortung der Gemeinde liegt die Pflege der Freizeit- und Erholungseinrichtungen, wie z.B. der diversen Kinderspielplätze des Waldgrillplatzes oder des Bolzplatzes neben dem Sportplatz. Der Bolzplatz wurde im Rahmen der Neuanlage des Sportplatzes an der Schulturnhalle zusätzlich geschaffen. Er ermöglicht den Jugendlichen auch außerhalb der Trainingszeiten ihrem Bewegungsdrang freien Lauf zu lassen. Zur Zeit wird überlegt, ob man ihn durch einen Basketballkorb noch attraktiver machen kann. Außerdem haben die Jugendlichen auf den asphaltierten Feldwegen Gelegenheit, Rad oder Inlineskater zu fahren. Auch ältere Dorfbewohner nutzen diese Wege für ihre Spaziergänge. An Aussichtspunkten laden Bänke zum Rasten ein.

 

2003 wurde der Grillplatz neu gestaltet, eingegrünt und eine geräumige, überdachte Grillhütte erstellt. Diese Maßnahme erfolgte ausschließlich durch ehrenamtliches Engagement der Bürger. Besonders erwähnenswert ist der Waldspielplatz im Kirywald. Sein Reiz liegt in der einmaligen Lage mitten in der Natur nicht weit vom ehemaligen jüdischen Friedhof, der ebenfalls von der Gemeinde gepflegt wird. Die Pflege des Waldspielplatzes beschränkt sich bewusst auf ein Minimum, - lediglich für die Sicherheit der Spielgeräte wird gesorgt - und arbeitet nicht gegen die natürliche Vegetation. Die Kinder sollen in einem Umfeld spielen können, in welchem sie auch bewusst die Natur wahrnehmen.

 

Besonders der Verein für Obstbau, Garten und Landschaft (OGV) ist in Wenkheim ein maßgeblicher Faktor, was die Dorfbegrünung anbelangt. Er trägt seit 1990 zur Erhaltung und Pflege der Landschaft und zur Begrünung des Dorfes bei. Im Rahmen von mehreren Sammelbestellungen konnten seit seiner Gründung mehr als 400 Obstbäume gepflanzt werden und auch die Straßenbegleitpflanzungen wurden mit seiner Hilfe realisiert. Zudem hat der Verein die Pflege der Gemeindeobstbäume übernommen. Dadurch konnten die Streuobstwiesen im und um das Schwimmbad vor der Rodung bewahrt werden. Im Waldgebiet Kiry wurde ein Waldlehrpfad von ihm angelegt. Dieser verbindet den Waldspielplatz und den Judenfriedhof mit dem Grillplatz. Außerdem veranstaltet der OGV regelmäßig floristische und faunistische Wanderungen (auch im Rahmen des Kinderferienprogramms), Vorträge zu verschiedenen Themen (z.B. Beet- und Balkonblumen, Friedhofsbegrünung), einen jährlichen Geranienmarkt im Frühjahr sowie Schnittkurse und Gartenbegehungen unter fachkundiger Anleitung. Neue und gepflegte Streuobstwiesen und ökologisch orientierte Bewirtschaftung der Nutzgärten sind das Ergebnis der Bemühungen. In einer Zeit, in der viele Menschen keinen Nutzgarten mehr bewirtschaften wollen, bemüht sich der Verein, die Gartenbesitzer zu unterstützen, damit sie ihre Gärten behalten. Die optische Gestaltung der Gärten und insbesondere, der sie abgrenzenden Zäune ist leider teilweise nicht sehr ansprechend. Es ist deshalb ein wichtiges Ziele durch gemeinschaftliche Nutzung und Bewirtschaftung der Gärten für Verbesserungen zu sorgen. Der  Ortschaftsrat setzt sich dafür ein, dass Ausgleichsgelder, die durch den Bau des Windparks fließen werden, hier eingesetzt werden.


Wenkheim als typisch fränkisches Haufendorf liegt harmonisch in das Welzbachtal eingebettet. Den Übergang zur freien Landschaft stellen in der Bachaue neben bäuerlichen Nutzgärten auch zahlreiche Streuobstwiesen dar. An den Hängen des Talkessels wird das Dorf durch heimische Wildgehölze begrenzt. Weitere wichtige Verbindungen in die Landschaft sind der Welzbach und einige teilweise ökologisch wertvolle Gräben.

 

Die umgebende Kulturlandschaft war durch die – in Süddeutschland übliche – Realteilung stark zersplittert. Im Rahmen der Flurbereinigung (1960) wurden Grundstücke zusammengelegt, damit sie besser bewirtschaftet werden konnten. Dabei gingen – wie auch in anderen Regionen – einige bedeutsame Strukturen verloren. Dennoch blieb am Ende eine vergleichsweise reich gegliederte Kulturlandschaft erhalten, die durch Grünlandnutzung und Streuobstwiesen in der Aue und einem Wechsel von Feldgehölzen und Äckern auf den umliegenden Hügeln gekennzeichnet ist. Die Feldwege zu den Ackerflächen auf den Hügeln sind nur zu einem geringen Teil asphaltiert im Gegensatz zur Talsohle.

 

Beispielhaft ist der Biotopschutz in Wenkheim. Schon 1984 wurde am östlichen Dorfrand ein Feuchtbiotop angelegt. Es ist das erste seiner Art im Main-Tauber-Kreis und umfasst mittlerweile eine Fläche von 5 ha., die unmittelbar am gemeindeeigenen Kirywald liegt, der – wie auch einige private Waldstücke – naturnah bewirtschaftet wird. Es ist anzustreben, dass die Pflege des Feuchtbiotops, in welchem Fischreiher, Blesshühner und Enten leben, durch den BUND-Tauberbischofsheim in Zusammenarbeit mit Wenkheimer Naturfreunden aufrecht erhalten wird. 

 

Ein weiterer Lebensraumtyp in Wenkheim ist der orchideenreiche Kalk-Magerrasen. Die Entbuschung des Muschelkalkhanges „In der Aub“ wurde in Zusammenarbeit von Obst- und Gartenbauverein und Landschaftspflegeverband durchgeführt. Das Anlegen eines Pfades durch den Trockenhang schafft für Schulklassen und Naturfreunde Beobachtungsmöglichkeiten von Flora und Fauna.

 

Die unterschiedlichen Biotoptypen sind durch Gehölz-, bzw. Gewässerstrukturen gut vernetzt und bieten Tieren und Pflanzen – darunter auch vielen geschützten Arten – ausreichend Lebensraum. So findet man auf dem Magerrasen u.a. Knabenkraut, Küchenschelle und Akelei. Zu den bemerkenswerten Arten der Fauna zählen in Wenkheim Turmfalken, Eulen, Fledermäuse und Eisvögel. Durch Nistkastenaktionen und deren Betreuung konnte auch der Singvogelbestand gesichert werden. Der Biotopverbund sollte dennoch weiterhin gestärkt werden. Dazu gehören die Gewässerbereiche, die Erhaltung und Entwicklung ökologisch wertvoller Gräben ( z. B. Aubgraben, Herrenbrünnlein) und des Welzbachs. Neu geschaffen wurde eine Nistmöglichkeit für Schwalben an der Brücke über den Welzbach.



1 Geflügelspezialitäten Seubert
2 Agrarhandel u. Getränkemarkt Thoma
3 Backwaren / Silvias Brotstübchen
4 Fleisch u. Wurstwaren / Weber Ulla
5 Werkzeuge-Maschinen-Beschläge-Elektro Rappelt
6 Auto Tech./Tankstelle Riedel
7 Landmaschinen Schmidt
8 Schreinerei Kneucker
9 Änderungsschneiderei Schörk
10 Kerzendesign Shalin
11 Antiquitäten Hammer
12 Rosmaries Blumenstube
13 Lebensmittelmarkt Schmidt
14 Sägewerk Geiger
15 Volksbank Main-Tauber Zweigstelle
16 Sparkasse Tauberfranken Filiale
17 Uhren-Schmuck Dürr
18 Schuhmacherei Döpfert
19 Tore u. Türen Rappelt
20 Baustoffe/Erdbau Meyer
21 Radio-u. Fernsehtechniker Fünkner
22 Glasapparatebau & Präzisionsglas Eger
23 Kfz-Reparaturen Hoben
24 Kfz-Reparaturen Freudenberger
25 Mostkelterei
26 Evangelisches Gemeindehaus
27 Synagoge kath. Gruppenraum
28 Kindergarten
29 Grundschule
30 Sportgelände / Turnhalle
31 Beheiztes Freibad
32 4 Kinderspielplätze
33 Grillplatz mit Schutzhütte
34 Feuerwehrgerätehaus mit Schulungsraum
35 Schützenhaus
36 DLRG Gruppenraum
37 Gaststätte Grüner Baum mit Biergarten
38 Kegelbahngaststätte


Wenkheim ist ein vereinsreiches Dorf im Welzbachtal, 11 Vereine und weitere Gruppen tragen viel zum dörflichen Leben bei.

 

Der Ortschaftsrat gestaltet jährlich einen Seniorennachmittag, das Waldfest mit ökumenischem Gottesdienst, Ferienprogramm mit den Vereinen sowie einen Sektempfang zum Jahreswechsel.

 

Die Freiwillige Feuerwehr zählt zur Zeit 36 aktive und 14 passive Mitglieder.

 

Liederabend, Maibaum-Aufstellung, Kirchweihtanz in Zusammenarbeit mit dem Schützenverein, Adventskonzert sowie Mitwirken beim Seniorennachmittag und Mitgestaltung von kirchlichen und politischen Anlässen gehören zum Aufgabenbereich des Männergesangvereins mit 34 aktiven Sängern.

 

Der TSV Wenkheim mit 304 Mitgliedern ist der stärkste Verein in unserer Dorfgemeinschaft. Kinderturnen, Damenfußball, Damengymnastik, Fußball mit zwei Senioren- und fünf Jugendmannschaften in Spielgemeinschaft. Das jährliche Fußballturnier, Jugendveranstaltungen sowie Mithilfe bei den jährlichen Theaterabenden sind feste Bestandteile im Jahresprogramm.

 

Rettungsschwimmer-Ausbildung, Kindern schwimmen lernen, sowie teilweise Mithilfe bei der Badeaufsicht im Welzbachbad, jährliches Zeltlager für Kinder von 6 – 14 Jahren, Jugendfest, Straßenfest, Mithilfe bei den Theaterabenden, Christbaumschmücken am Dorfbrunnen, sowie Nikolausfeier zusammen mit dem Ortschaftsrat werden von der DLRG übernommen. Die Mit-

gliederzahl  beträgt 227 Personen.

 

110 Mitglieder zählt der Schützenverein der mit einer Jugend und zwei Seniorenmannschaften am Schießwettbewerb teilnimmt. Neben einer 1.-Maiwanderung, dem Hofschoppenfest und dem Kirchweihtanz im Schützenhaus findet jährlich ein Königschießen statt. Einmal im Monat treffen sich die Rentner im Schützenhaus zu einem geselligen Nachmittag.

 

Der Modellflug-Sportverein zählt 62 Mitglieder. Trainingsflüge und Modellflugtage finden am sehr gut gepflegten Modellflugplatz statt.

 

Die Wanderfalken mit 58 Mitgliedern nehmen an Wanderveranstaltungen teil.

 

Die Pflege der gemeindlichen Obstbäume und Sträucher werden vom Obst- und Gartenbau-

verein betreut. Die Gestaltung des Waldlehrpfades und die Betreuung von zirka 300 Nistkästen, Geranienmarkt, Fachvorträge für Gartenbau, Obst- und Sträucher-Schnittkurse sowie das jährliche Erntedankfest werden vom Obst- und Gartenbauverein wahrgenommen.

 

Die drei Fördervereine im Ort tragen wesentlich bei zum Erhalt der dörflichen Einrichtungen.

 

-         Der Synagogen-Förderverein mit 78 Mitgliedern für den Erhalt der Synagoge und die Pflege des jüdischen Friedhofes.

   

-         Der Schwimmbad-Förderverein für die Erhaltung des Welzbachbades durch Mithilfe bei

Reinigung, Pflege der Außenanlagen und Mithilfe bei der Organisation des Badebetriebs.

Der Verein zählt 118 Mitglieder.

 

-         Für die Erhaltung und Förderung der Welzbach-Grundschule in Wenkheim setzt sich der Grundschul-Förderverein mit 57 Mitgliedern ein. Er ist Träger des Betreuungs­programmes „Verlässliche Grundschule“.

 

 

Neben den zahlreichen Vereinen im Ort gibt es die Theatergruppe, die jährlich drei Theaterabende gestaltet.

 

In den Herbst- und Wintermonaten trifft sich der Frauenkreis zu Bastelabenden, Kochkursen und veranstaltet monatlich einen Seniorennachmittag im Gemeindehaus. Der Frauenkreis übt aktive Brauchtumspflege aus durch die gesangliche Umrahmung bei Beerdigungen im Ort.

 

Kirchenchor, Kinderchor, Posaunenchor, Hausbibelkreise, Jungschar und Jugendgruppen sind feste Bestandteile in unserer evangelischen und katholischen Kirchengemeinde.

 

Die Mutter-Kind-Krabbelgruppe trifft sich wöchentlich.



         -        Friedhofs-Gestaltung

         -        Grillplatz mit Schutzhütte

         -        Trockenhangpflege, Anlegen eines Wanderpfades

         -        Anlegen von Streuobstwiesen

         -        Aktion „Saubere Landschaft“

         -        Installation Solarheizung Freibad

         -        Schulhof (Bänke / Spielgeräte / Atrium)

         -        Aktive Rentner

         -        Kirchenrenovierung

         -        Mikwe (Frauenbad) Synagoge

         -        www.wenkheim-aktuell.de



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